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Radeon X850 XT PE - die schnellste AGP Grafik?
von Frank Schräer
Sapphire Radeon X850 XT PE AGP

Preis ca. 520 Euro (Stand: 11.4.2005)
Hersteller Sapphire
Beilagen DVI-Adapter, VIVO Kabel-Peitsche mit S-Video In/Out und Cinch In/Out, S-Video Kabel (1,8m), Cinch-Kabel (1,8m), Kabel-Adapter S-Video auf HDTV, Strom-Y-Adapter (40cm), Handbuch ''Erste Schritte'' (mehrsprachig, Deutsch: 9 Seiten)
Software Treiber-CD, RedLine Tweak-Software CD, CyberLink PowerDVD 5 Software-DVD-Player (2 Kanal), CyberLink PowerDirector 3 DE Videobearbeitung, 2 Spiele-Vollversionen: Splinter Cell Pandora Tomorrow und Prince of Persia The Sands of Time (2 CDs)

Die Ausstattung der Sapphire Radeon X850 XT Platinum Edition für AGP ist sehr umfangreich und lässt fast keine Wünsche offen. Es ist alles dabei, was man an Kabeln oder Adapter für den Anschluss an Monitor, Fernseher oder Videorekorder benötigen würde. Die zwei beiliegenden Spiele-Vollversionen gefallen sicherlich nicht jedem Käufer, sind aber relativ aktuell.
Leider verzichtet Sapphire bei der AGP-Version der X850 XT PE im Gegensatz zur PCI Express Variante auf Dual-DVI. Zwei digitale Anschlüsse für Flachbildschirme sollten heutzutage bei den teuren Top-Grafikkarten eigentlich Standard sein, denn durch den Preisverfall im TFT-Bereich ist der Besitz von zwei solchen Geräten sicherlich kein absoluter Luxus mehr. Hier sparen die Grafikkartenhersteller leider am falschen Ort.


Sapphire Radeon X850 XT PE AGP (Anklicken zum Vergrößern!)

Sapphire setzt für die Cooling-Lösung wie gewohnt auf den Referenzkühler von ATI, der - ein Novum für die Kanadier - einen eventuell angrenzenden Steckplatz blockiert. Man fühlt sich sogleich an den 'Fön' erinnert, den nVidia mit seiner ünglücklichen GeForce FX5800 Ultra eingeführt hatte. Mit einem Gewicht von 442g erreicht die Radeon X850 XT PE AGP aber bei weitem nicht das Rekordgewicht des nVidia-Klassikers (612g).
Die Lautstärke des ATI-Kühlers ist nach dem Einschalten zunächst enorm (siehe: Fön oder Laubsauger/-bläser), reduziert sich aber nach wenigen Sekunden schon beim Systemstart. Im Gegensatz zu den geregelten Lüftern auf nVidia Grafikkarten, bei denen der Start des Betriebssystems und ein korrekt installierter Treiber notwendig sind zur automatischen Geräuschreduzierung, lässt ATI die verschiedenen Drehzahlstufen offenbar vom BIOS der Grafikkarte regeln.
Zwar ist der Lüfter der Sapphire Radeon X850 XT PE auch im Normalbetrieb bei reduzierter Drehzahl nicht wirklich leise, verglichen mit anderen Referenzkühlern von High-End Grafikkarten aber durchaus als ''Silent mit Einschränkung'' zu bezeichnen. Außerdem ist hier noch Spielraum für Tweaker, denn schon die voreingestellte niedrige Drehzahl reicht für fast alle Belastungen aus. Im Testbetrieb schaltete der Lüfter selbst bei langen Benchmark-Läufen nicht auf eine höhere Stufe.
Die Speicherbausteine auf der Rückseite der Platine werden passiv von einem Aluminiumbügel gekühlt, der gleichzeitig als rückwärtige Halterung für den Kühler dient.


Rückseite der Grafikkarte (Anklicken zum Vergrößern!)

Das beiliegende Handbuch umfasst Installation von Hard- und Software sowie die Beschreibung zur Handhabung der Video-Features. Es fehlt allerdings der wichtige Hinweis, dass die Grafikkarte einen Extra-Stromanschluss benötigt. Andererseits liegt ein großer Aufkleber in der Packung, der genau darauf hinweist.
Das Online-Handbuch im Acrobat-Format (PDF) auf der Treiber-CD liegt u.a. in komplett deutscher Sprache vor (71 Seiten) und behandelt überwiegend Treibereinstellungen. Allerdings muss man hier auf die Version für die Radeon X800 zurückgreifen, denn ein Handbuch für die X850 gibt es nicht - auch nicht in anderen Sprachen. Außerdem beschränkt sich das Handbuch auf die Beschreibung des Catalyst Control Panels. Die Online-Handbücher sind alle älteren Datums und befassen sich nicht mit dem aktuellen Catalyst Control Center.
Das von Sapphire auf CD beigelegte Tweaking-Tool RedLine erlaubt eine Reihe nicht-dokumentierter Treibereinstellungen. Man kann sich darüber streiten, ob dieses Programm tatsächlich von Nutzen und eine sinnvolle Beigabe ist. Schließlich gibt es im Internet genug frei erhältliche Tools für ATI-Grafikkarten.


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