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Cool'n'Quiet? Sieben VGA-Kühler im Vergleich
von Kai Ohlthaver
Arctic Cooling NV Silencer 4 (Rev. 2.0)

Hersteller: Arctic Cooling
Anbieter: z.B. Alphacool oder PC-Cooling
Preis: ca. 21 Euro


Arctic Cooling NV Silencer 4 (Rev. 2.0) (Bild anklicken zum Vergrößern!)

Verarbeitung/Material
Die Verarbeitung des Arctic Cooling NV Silencer 4 Rev.2 konnte uns nicht ganz überzeugen. So zeigte z.B. die Kupferplatte einige hartnäckige Verschmutzungen bzw. Unreinheiten, auch hätte man die Leistung mit hochwertigerem Material sicher noch steigern können. Allerdings spielt der Silencer auch in einer dem Material angemessenen Preisliga.
Was bei diesem Kühler gegenüber anderen Silencern bzw. anderen Revisionen positiv auffällt, ist das Zubehör: Die RAM-Bausteine unserer 256 MB-Karte werden von beiden Seiten mit Wärmeleit-Pads gekühlt - es muss nur noch die Schutzfolie abgezogen werden und fertig. Lediglich auf den Grafikchips selbst kommt dann noch Wärmeleitpaste.
Auch ein nettes Gimmick: Ein extra flacher Stromadapter, zwingend notwendig für Karten, deren Stromanschluss nach oben zeigt.
Mit gemischten Gefühlen betrachteten wir den riesigen Speicherkühler auf der Rückseite. Auf diesen kann man zwar notfalls ganz verzichten, allerdings hätte man hier mit etwas mehr Aufwand sicher eine größere Oberfläche bei kleineren Ausmassen herstellen können, wie wir es von anderen Modellen gewohnt sind.


Rückseite des AC NV Silencer 4 Rev.2 (Bild anklicken zum Vergrößern!)

Zusammenbau
In Puncto Montage schlägt der Silencer alle Rekorde. Hier kommt das Prinzip voll zur Geltung, praktisch für jede Kartenfamilie eine extra Bauform zu entwickeln. Paste rauf, Kühler drauf, anschrauben, fertig. Rekordzeit.

Dokumentation
Hurra, es gibt sie doch noch: Anleitungen mit deutscher und englischer Sprachfassung. Bei einer Schweizer Firma auch zu erwarten. Allerdings ist die Doku ansonsten recht schmal gehalten, wobei allerdings trotzdem alles Wesentliche gesagt wird.
Vergessen wird hier der Hinweis, den 12V-Stecker vor der Verschraubung anzubringen. Das kann später eine Menge unnötige Zeit kosten.

Kühlleistung
Bei der Kühlleistung geht AC den gewohnten Weg des ''Direct Heat Exhaust Systems'' ("wer hat's erfunden?" ;), das die warme Abluft direkt durch einen Plastiktunnel aus dem Gehäuse befördert. So wird die Umgebungstemperatur nicht unnötig erhöht und man spart fast noch einen Gehäuselüfter. Die Ergebnisse: 28/19°C Boot, 37/30°C office und sagenhafte 44/39°C unter Vollast.
Diese Werte machen den Silencer zum unschlagbaren Temperaturkönig im Testfeld und zeigen, dass man bei einem gut durchdachten System auch mal auf absolut perfekt gearbeitetes Material verzichten kann. Der Silencer ist zudem extrem leise. Als wir den Silencer im Testaufbau alleine betrieben (ohne Nebengeräusche), konnte man zwar gut die strömende Luft wahrnehmen, spätestens bei geschlossenem Gehäuse und laufendem Prozessorlüfter wird das kaum jemand mehr hören können.

Kompatibilität
Wie schon angesprochen, machen hier die Ausmasse des RAM-Kühlers einige Probleme: Im CS-601 mussten wir zwangsläufig die Festplatten neu anordnen und einen der hinteren Lüfterkäfige entfernen, sonst hätte es Kollisionen gegeben. Auch über dem Arbeitsspeicher und neben der Northbridge-Kühlug ist nicht wirklich viel Platz geblieben. Hinzu kommt, dass der Kühler nur mit einer bestimmten Grafikkarten-Serie kompatibel ist. Dafür ist der Einbau wie erwähnt entsprechend einfach. Zum RAM-Kühler muss allerdings gesagt werden, dass dieser nicht bei allen Silencer-Modellen dabei ist. Wer auf der Rückseite der Karte keine Bausteine hat, kann ganz darauf verzichten.

Bewertung

Arctic Cooling NV Silencer 4 (Rev. 2.0)
Preis (15%)
Kühlleistung (30%)
Lautstärke (25%)
Handhabung (20%)
Ausstattung (10%)
Gesamt (max. 10 Pkt.)
9
10
9
7
9
8,9


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[1] Cool'n'Quiet? Sieben VGA-Kühler im Vergleich
[2] Testsystem und Messverfahren
[3] NorthQ NQ-3800
[4] AeroCool VM-101
[5] Thermaltake Schooner
[6] NorthQ NQ-3801
[7] Zalman VF700-Cu
[8] Thermaltake Extreme Giant III
[9] Arctic Cooling NV Silencer 4 (Rev. 2.0)
[10] Fazit


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