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Zwei Coolermate Lüftersteuerungen
von Kai Ohlthaver 05.01.2005

HerstellerCoolSonic
Preisca. 30 bzw. 50 EUR

Die Zeiten, in denen man sich einen Fertig-PC ins Haus holte und Nachteile wie zu schlechte oder zu laute Kühlung eben wohl oder übel hinnehmen musste, sind für eine immer größer werdende Zahl von PC-Bastlern längst vorbei. Casemodding ist in aller Munde, und wer seinen PC nicht unbedingt optisch aufpeppen möchte, der sehnt sich zumindest nach der perfekten Kühlung: Leistungsstark wenn nötig, aber flüsterleise, wenn der Rechner nicht auf Hochtouren läuft. In beiden Bereichen einen großen Schritt in die richtige Richtung machen die beiden hier getesteten Lüftersteuerungen von Coolermate, der SliverLeo blue und der Commander 7.

Generelles zur Lüftersteuerung

In einigen Punkten sind sich beide Testkandidaten gleich, die sollen hier kurz vorab aufgezählt werden:

Zunächst ist zu beachten, dass die zu steuernden Lüfter direkt an der Lüfterkontrolleinheit (FCU = fan control unit) angeschlossen werden. Das heißt, es besteht kein Kontakt mehr zum Mainboard oder zu welcher Hardwarekomponente auch immer, die den Lüfter vorher versorgt hat. Speziell einige Mainboards werden dann sofort Alarm schlagen, wenn nicht sogar komplett den Dienst verweigern, weil das System annimmt, es wäre kein CPU-Lüfter vorhanden. In den meisten Fällen lässt sich die betreffende Option im BIOS abschalten, so dass die FCU problemlos ihren Dienst tun kann.

Und noch etwas resultiert aus dem Wegfall des Board-Anschlusses: Eine Überwachung der Drehzahl mit Software-Tools, wie z.B. dem nVidia Utility, Motherboard Monitor, etc. ist auch nicht mehr möglich. Man muss also wohl oder übel die gesamte Kontrolle der FCU überlassen.

Beide hier gezeigten Modelle überwachen auch die wichtigsten Temperaturen im System. Dabei ist aber darauf zu achten, dass dies speziell bei CPU und Grafikkarte nur Näherungswerte sind. Auch wenn der Fühler noch so weit unten am Kühlkörper klebt, er wird nie exakt die aktuelle Kerntemperatur des Chips auslesen, sondern ein paar Grad weniger. Das ist bei Temperaturvergleichen und Grenzwerteinstellungen zu berücksichtigen.

Trivial, aber auch ein Aspekt: Eine FCU bedeutet auch eine zunehmende Kabelmenge im PC-Gehäuse, speziell beim Commander 7. Wer eine FCU verbaut, sollte also den Einbau gut planen und mit Kabelbindern / Klebeband dafür sorgen, dass die vielen Zusatzkabel nicht stören. Ärgerlich kann sowas in einem System werden, das oft geöffnet und geändert wird. Da hemmen besonders die Temperaturfühler doch etwas die bastlerische Freiheit.

Noch ein Wort an die Besitzer hochwertiger Gehäuse, deren Laufwerke per Schienensystem eingebaut werden: Ich selbst besitze ein CS 601, hier kann die FCU aufgrund der geringen Tiefe nur mit jeweils zwei Schrauben an jeder Seite mit den Führungsschienen verbunden werden. Das reicht aber völlig aus, die FCU sitzt bombenfest im Gehäuse.


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[1] Zwei Coolermate Lüftersteuerungen
[2] Gut gebrüllt, Löwe: Der Silverleo blue
[3] Silverleo blue - Fortsetzung
[4] Volle Kontrolle: Der Commander 7
[5] Commander 7 - Fortsetzung
[6] Die Testkandidaten im Vergleich


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