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GeForce 6800 Ultra vs. Radeon X800 XT PE
von Frank Schräer
Lautstärke und Stromversorgung

Ein in den letzten Jahren immer wichtiger gewordenes Thema ist die Geräuschentwicklung von PC-Komponenten. Selbst bei High-End Grafikkarten wie den hier getesteten Radeon X800 XT PE und GeForce 6800 Ultra sind viele Anwender nicht mehr bereit, sich von lauten Kühlerlösungen plagen zu lassen.
Aus diesem Grund wurden die beiden Kandidaten in Form von kleinen Videos, bei denen der Ton aber das wichtigste ist, gegenübergestellt. Die Videos zeigen jeweils den kompletten Startvorgang unseres Testsystems mit Windows XP und dauern zwischen 40 und 50 Sekunden. Zum Vergleich wurde auch einmal das System ohne Grafikkarte hochgefahren, um die (geringe) Grundlautstärke durch die Lüfter von Prozessorkühler und Netzteil deutlich zu machen.
Der Ton ist insgesamt leider etwas leise. Ungefähr bei Sekunde 25 sollte aber ein leichtes Knacken des DVD-Laufwerks zu hören sein, dann ist die Lautstärke richtig eingestellt.

Videos (1,9 bis 2,3 MB) - Anklicken zum Anschauen oder Download!

Ohne Grafikkarte

Radeon X800 XT PE

GeForce 6800 Ultra

Beide Grafikkarten sind am lautesten beim Start des Systems. Während die Radeon X800 XT PE aber nur wenige Sekunden so laut ist, dauert es bei der GeForce 6800 Ultra bis zum Start des Betriebssystem, bis diese sich wieder ''beruhigt'' hat. Voraussetzung ist außerdem, dass der nVidia Grafiktreiber installiert wurde. Ansonsten bleibt die 6800er so laut wie beim Hochfahren.
Insgesamt ist die nVidia Referenzkarte deutlich lauter als das ATI-Modell. Die Radeon X800 XT PE kann als leise bezeichnet werden. Man hört bei offenem Aufbau lediglich ein ganz leichtes Lüftergeräusch.
Die GeForce 6800 Ultra surrt dagegen deutlich vernehmbar auch im Desktop-Betrieb vor sich hin. Man kann nur hoffen, dass die Grafikkartenhersteller hier noch nachbessern und nicht einfach das Referenzdesign übernehmen.

Verhalten bei nicht korrektem Stromanschluss
Wie erwähnt benötigen beide hier getesteten High-End Grafikkarten mindestens einen zusätzlichen Stromanschluss an das Netzteil, weil die Versorgung durch den AGP-Steckplatz bei diesen Pixelbeschleunigern nicht mehr ausreicht.
Wenn der eine Stromanschluss der Radeon X800 XT PE nicht korrekt bedient wurde, zeigt sich die bereits von der vorherigen Generation bekannte Fehlermeldung schon vor dem Systemstart. Der Rechner fährt gar nicht erst hoch und man wird aufgefordert, den Strom korrekt anzuschließen.
Bei der GeForce 6800 Ultra gibt es aufgrund der zwei Stromanschlüsse auch zwei Fehlermöglichkeiten. Wird gar kein zusätzlicher Stromstecker angeschlossen, bleibt der Bildschirm schwarz, das System fährt nicht hoch und man wird mit einem durchdringenden, hohen Pfeifton auf den Missstand aufmerksam gemacht.
Nach Verbinden von nur einem der beiden Stromanschlüsse gibt es beim Systemstart zunächst keine Probleme, aber Windows XP bringt sofort nach dem Hochfahren die unten links abgebildete ''Leistungsanzeige''.

Jeweils anklicken zum Vergrößern!

Leistungsanzeige

Fehlersuche

Die rechts abgebildete ''Fehlersuche'' verweist auf den ''erforderlichen'' zusätzlichen Stromanschluss und außerdem darauf, dass das Netzteil genügend Leistung mitbringen muss.
Trotz anderslautender Meldung wurden die Taktraten aber seltsamerweise nicht automatisch verringert. Ein problemloser Betrieb war danach nicht mehr möglich. Der Grafikbenchmark 3DMark03 stürzte zum Beispiel schon beim ersten Test ab. Dabei sollte das verwendete AeroCool AeroPower II+ 450 Watt Netzteil absolut ausreichend sein. Außerdem wurde wie gefordert auch der eine Stromanschluss mit einem sonst nicht verwendeten Strang direkt mit dem Netzteil verbunden.

Mittlerweile hat nVidia die offiziellen Anforderungen an ein Netzteil für den Betrieb einer GeForce 6800 Ultra von 480W auf 350W gesenkt. Man darf gespannt sein, ob dies tatsächlich funktioniert. Auf jeden Fall sollten für einen problemlosen Betrieb beide Stromanschlüsse verbunden sein.


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