Hartware.net
Hartware.netMittwoch, 3.12.2008
Hartware.net
Fantastic Zero
RSS-Feed

Alienware Area-51: 4 Kerne, 4 Grafikchips

Alienware Area-51: 4 Kerne, 4 Grafikchips

Besser Leise 0 Lüfter Basis PC

Besser Leise 0 Lüfter Basis PC

MSI P45-8D ''Memory Lover''

MSI P45-8D ''Memory Lover''

VGA-Skalierung mit Intel Core i7 und Core 2

VGA-Skalierung mit Intel Core i7 und Core 2
RSS-Feed
Zehn Pentium 4 Kühler im Vergleich
von Uwe Piefke
Thermal Design Power - Fortsetzung

Interessant ist auch, wie die kritischen Quellen, die sich über die enorme Hitze der AMD Prozessoren beschwerten - nun da Intels CPUs über 15% heißer laufen - auf wundersame Weise verstummt sind. Mal wieder Halbwissen. Ein Prozessor läuft heiß, wenn er schlecht gekühlt wird. Was hat die Temperatur des Prozessors mit der Leistungsaufnahme zu tun? Ich hasse es, wenn jemand behauptet, Prozessor A sei heißer als Prozessor B, nur weil er eine höhere Leistungsaufnahme hat.

Mal ein paar Fakten für den Experten:
Der Athlon XP 3200+ setzt "nur" 76,8W in Wärme um. Die Kühlung des Athlon XP stellt die Kühlerhersteller jedoch vor größere Probleme als die des Pentium 4. Die am Sockel befestigten Kühler dürfen lediglich 300g wiegen, Intel erlaubt 450g. Bedingt durch den geringen Kühlkörperquerschnitt können in der Regel nur 60mm Lüfter verwendet werden, beim Pentium 4 sind leisere und stärkere 70mm Lüfter möglich. Das größte Problem dürfte jedoch sein, dass der Athlon XP 3200+ pro cm² 76W Wärme abgibt, der Pentium 4 3200 pro cm² nur 62W. Bei der Diskussion um die Leistungsaufnahme wird gern angeführt, dass Intel mit dem schnellsten Pentium 4 ganz eindeutig mehr Leistung aufnimmt als der schnellste Athlon XP.

Intel Pentium 4 CPUs

Das trifft zu, solange der Prozessor unter Volllast arbeitet. Volllast ist jedoch ein Zustand, den ein Prozessor nur selten erreicht. Den Großteil seines Lebens verbringt ein Prozessor damit, auf Arbeit zu warten. Wenn er das tut, besteht die Möglichkeit, die Leistungsaufnahme durch zahlreiche Stromsparmechanismen zu senken. AMD und Intel haben Stromsparmechanismen in ihre Prozessoren integriert, richtig zu funktionieren scheinen sie allerdings derzeit mehrheitlich nur bei Intel. In Ruhe nimmt demnach der Pentium 4 weitaus weniger Leistung auf als der Athlon XP. Ausgehend vom durchschnittlichen Anwender ist die Aussage, der Pentium 4 nehme weniger Leistung auf als der Athlon XP, demnach absolut gerechtfertigt.

Und hier mal ein paar konkrete Werte, welche die Zeitschrift c't ermittelte:
Dual Athlon MP 2000+ Last: 230-240W
Dual Athlon MP 2000+ Idle: 190W
Dual Pentium III-S 1267 Last: 133W
Dual Pentium III-S 1267 Idle: 121W
Dual Xeon (=P4) 2400 Last: 160-240W
Dual Xeon (=P4) 2400 Idle: 78-132W
(je nach Mainboard und verwendetem Speicher, die Maximalwerte wurden immer mit RDRAM erreicht)
Kurz: maximale Leistungsaufnahme oder auch TDP ist beim Pentium 4 irrelevant, da er eh die meiste Zeit in zahlreichen Stromsparmodi weilt.

AMD Athlon CPU

Der Athlon tut das nicht oder nur in begrenztem Maße. Darum nimmt er im Schnitt bei durchschnittlicher Beanspruchung mehr Leistung auf. Um auf die Frage der "Hitze" zurückzukommen: Selbst wenn der P4 mal mehr beansprucht wird, lässt dieser sich dennoch leichter kühlen und läuft damit in der Regel nicht so heiß wie ein gleich schneller Athlon (Sieht man mal von der WaKue-Heatspreader-Problematik ab).
Der Prescott, der von Intel mit über 100W TDP angegeben wird, wird also unter 100% CPU Auslastung ca. 130W Wärme abgeben!
Erst mal abwarten, a) was aus diesem Gerücht wird, b) wieviel der Prozessor in der Realität bei durchschnittlicher Beanspruchung aufnimmt und c) wieviel Watt der Prozessor pro cm² abgibt.
Ausgehend von ersten Abschätzungen auf Grundlage der gezeigten Prescott-Wafer dürften es etwa 92W/cm² sein. Damit dürfte der Prescott in der Tat nicht übel zugelegt haben und auch deutlich über dem San Diego (Athlon 64 in 0.09µm) liegen. Aber da fallen mir spontan gleich mehrere Dinge zu ein:

  1. Evtl. ist der Prescott so performant, dass Intel der Performancegewinn die Leistungsaufnahme wert war.
  2. Evtl. laeufts mit dem 0,09µm-Prozess nicht so gut. Intel benötigt aber den Prescott. Also bringt man ihn erst einmal auf den Markt und kümmert sich dann um die Optimierung.

AMD hat's mit dem Thoroughbred A vorgemacht und mit dem Thoroughbred B dann einen hervorragenden Prozessorkern vorgestellt.

Thomas Kallwass


vorherige Seite | nächste Seite


Copyright © 1998-2008 • Hartware.net
Home
Newsarchiv
Reviews
Reports
Presse
Links
Webweites
Suche
Forum
Impressum

 
[1] Zehn Pentium 4 Kühler im Vergleich
[2] Thermal Design Power
[3] Thermal Design Power - Fortsetzung
[4] Vorbemerkungen
[5] Thermalright Heatpipe SP-94
[6] Thermalright Heatpipe SP-94 - Teil 2
[7] Thermalright Heatpipe SP-94 - Teil 3
[8] Zalman CNPS7000A-Cu
[9] CoolerMate Rheobus
[10] Zalman CNPS7000A-Cu - Teil 2
[11] Thermalright SLK-947
[12] Thermaltake Spark 7+
[13] Die Absturz-Kandidaten
[14] Arctic Cooling Super Silent 4 TC
[15] Intel Boxed P4 Cooler
[16] CoolJag JAC362A-A
[17] Cooler Master Aero7 P4
[18] Q-Link T.M.D. P4
[19] Verax P16Cu
[20] Geräuschmessungen
[21] Test-Setup
[22] Pentium 4 Silent-Kühler Messwerte
[23] Fazit


Besser Leise AMD Schwartz PC
25.11.2008
ASUS EeePC 900A Linux-Netbook
23.11.2008
Radeon HD 4670 plus CrossFire
21.11.2008
KeySonic Intuition-XL Alu-Tastatur
19.11.2008
Thermalright Ultra-120 eXtreme True Copp..
17.11.2008
ASUS P6T Deluxe (Intel X58)
14.11.2008
Mobile Festplatten mit 1,8“ und 2,5“
12.11.2008
Lian Li PC-7FW Midi-Tower mit Fenster
10.11.2008
MSI Eclipse vs. ASUS Rampage II Extreme
07.11.2008
Cooler Master ATCS 840 - Edler Alu-Tower
05.11.2008
Gigabyte MA790GP-DS4H