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No Limits - DDR400 und DDR433 SDRAM
von Filip Vojtech
Test-Setup und -Ablauf

Das Testsystem bestand aus den folgenden Komponenten:

  • Prozessor: Intel Pentium 4 3.0 GHz (runtergetaktet auf 2.4 GHz)
  • Mainboard: ASUS P4P800
  • Grafikkarte: MSI Ti4800SE
  • Festplatte: 6GB Quantum 7200U/min
  • Windows XP SP1

Wir haben den Test in die zwei Abschnitte "Overclocking" und "Praxis-Test" unterteilt.

Overclocking:
Im diesem Abschnitt ging es uns zunächst darum, die optimalen Timings der jeweiligen Speicher bei dem Standard Front Side Bus von 200 MHz zu ermitteln. Wir drehten dazu die Timings so weit wie möglich herunter, unter der Bedingung, dass wir die Modul-Spannung nie höher als auf 2.75V erhöhten. Ein Herabsetzen der Timings erfordert ab einem gewissen Punkt eine Spannungserhöhung, ansonsten bootet das System nicht oder Windows wird instabil. Wir erhöhten die Spannung darum nicht höher als 2.75V, weil das Risiko der Überhitzung - besonders bei den Kandidaten ohne Passiv-Kühler - sonst zu hoch wird und auch die Lebenszeit der RAM-Bausteine stark darunter leidet.
Danach haben wir bei den optimal eingestellten Timings mit der Steigerung des FSB in 5-MHz-Schritten begonnen. Zu diesem Zeitpunkt beginnt ein Wechselspiel der drei Komponenten "Timings", "FSB" und "DDR Spannung". Erhöht man den FSB, gelangt man nach einer bestimmten Zeit an die Grenze, an der das System instabil wird. Nun muss man zunächst die Spannung erhöhen, um wieder Stabilität zu bekommen. Erhöht man den FSB nun weiter, ist irgendwann wieder Schluss. Nun müssen die Timings nach oben korrigiert werden, so dass wieder eine gewisse Stabilität gegeben ist, was aber wiederum zu einem Leistungsabfall führt. Dieses Verfahren führt man nun in dieser Form weiter.
Somit erhielten wir irgendwann die Einstellungen der jeweiligen RAMs, bei denen sie im besten übertakteten Zustand die meiste Performance boten.
Für diesen Test-Abschnitt nutzten wir die synthetischen Benchmarks "PC Mark 2002 (Memory Test)" von Futuremark und "Sandra 2003 Pro (Speicherdurchsatz Test)" von SiSsoft. Diese Benchmarks boten sich für diesen Zweck an, da sie eigenständige RAM-Tests bieten und somit konkrete Werte über die Speicher gaben.
Berücksichtigen sollte man natürlich beim Übertakten, das auch die CPU sowie die gesamte Peripherie einer erhöhten Wärmeentwicklung ausgesetzt sind.

Praxis-Test:
Synthetische Benchmarks sind schön und gut, aber wo kristallisieren sich die Unterschiede der Speicher im Praxis-Test heraus? Um dieser Frage nachzugehen, unterzogen wir die Speicher einem Vergleichstest unter Spiele-Benchmark-Bedingungen. Zunächst im nicht übertakteten Zustand mit einem FSB von 200MHz und den automatischen SPD-Timings. Danach noch einmal im optimal übertakteten Zustand mit den im vorigen Testabschnitt erhaltenen besten Timings. Als Benchmarks wählten wir UT2003, Quake3 Arena und Comanche4 aus.

Wichtig: Alle Werte der folgenden Benchmarks sind jeweils auf Zeitpunkte zurückzuführen, in denen das System stabil war.


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