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13.01.2010 | von Marc Kaiser

NAS im Eigenbau

''Network Attached Storage'' auf Basis von Intel Atom und Nvidia Ion

Festplatten erreichen immer höhere Kapazitäten, dennoch wird der Absatz nicht geringer - eher im Gegenteil. Internetzugänge sind heute schon schneller als die meisten Netzwerke vor 15 Jahren. Ein hochaufgelöster Film mit einer Laufzeit von rund 2 Stunden nimmt bis zu 10 Gigabyte Speicherplatz ein, ein Foto mit 10 Megaixel kann mal eben 3 MByte verschlingen. In Kombination mit großen Speicherkarten sind im Urlaub 1000 und mehr Fotos kein Problem. So wachsen in den Haushalten schnell die Speichermengen, die durch immer größere Festplatten bewältigt werden müssen. Doch was ist, wenn mehrere Rechner auf dieselben Daten zugreifen müssen?


Lian Li Q07 in Rot und Schwarz - Anklicken zum Vergrößern!

Jetzt kommen mehrere Möglichkeiten in Frage. Zum Einen kann man einen normalen PC mit der entsprechenden Kapazität ausstatten und alle anderen Rechner greifen auf dessen Festplatten zu. Der Nachteil dieser Methode ist, dass auf dem PC die Software gebremst wird. Beispielsweise können Spiele anfangen zu ruckeln, wenn große Datenmengen bewegt werden möchten. Ist der PC außerdem noch mit einer stromhungrigen Hardware ausgestattet, geht dies schnell ins Geld, wenn der PC dauerhaft als Datencenter fungiert.
Die deutlich bessere Lösung ist eine dedizierte Speicherlösung: ein NAS. NAS steht für "Network Attached Storage", also über ein Netzwerk angeschlossene Speichermedien. Dafür gibt es wiederum mehrere Möglichkeiten. Festplatten mit Netzwerkanschluss und Router mit einer externen USB-Festplatte sind meistens recht langsam. Auch die meisten Mediaplayer mit eingebauter Festplatte wissen nicht zu beeindrucken. Stellt man sich mal vor, man hat eine 1 Terabyte große Festplatte, so dauert das vollständige Beschreiben mit 10 MByte/s ganze 29 Stunden! Selbst 10 Gigabyte benötigen schon fast 20 Minuten. Dessen sind sich auch die Hersteller bewusst und stellen NAS-Systeme für mehrere hundert Euro ins Ladenregal.
Wir möchten auf Basis eines Atom Prozessors testen, was ein selbst gebautes NAS bewältigen kann. Dafür nutzen wir den Nvidia Ion Chipsatz, da dieser Gigabit-LAN und vier SATA-Ports unterstützt.
Die weitere Hardware im Überblick:

  • CPU: Intel Atom D330
  • RAM: 2x 1 GByte DDR2-800
  • Netzteil: BeQuiet SFX POWER 300W
  • Grafikkarte: Onboard GeForce 9400
  • HDD: Seagate Barracuda LP 5900 Upm - 1,5 TB
  • Gehäuse: Lian Li PC-Q07

Die Datenübertragung wurde mit einem Core i7 920 @3,8 GHz auf einem ASUS P6T Deluxe Mainboard mit 12 Gigabyte DDR3 Speicher, Windows 7 Professional und einer SSD (Indilinx) als Datenträger durchgeführt.

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Inhaltsverzeichnis

Seite 1: NAS im Eigenbau
Seite 2: Welches Mainboard?
Seite 3: Mainboards im Vergleich
Seite 4: Gehäuse: Lian Li PC-Q07
Seite 5: Aufbau Gehäuse
Seite 6: Einbau: Netzteil
Seite 7: NAS Software
Seite 8: FreeNAS Konfiguration
Seite 9: Leistung & Fazit

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