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AMD: Der Greif und der Puma
Technik und Ausblick

Die meisten der Energiesparfunktionen sollen per Hardware realisiert sein, in manchen Punkten spricht AMD allerdings auch von Software. Man kann also erwarten, dass für optimale Sparsamkeit ein Treiber installiert werden muss.


AMD Griffin Prototyp (Bild von PC Watch)

Der "RS780"-Chipsatz wird an der Southbridge 14 USB 2.0 Ports und sechs SATA-Anschlüsse bieten, die auch mit Möglichkeiten zum Energiesparen ausgestattet sein sollen. Ein Festplatten-Cache namens "Hypermemory" stellt das Pedant zu Intels "Turbo Memory" dar und bindet NAND-Speicherchips für die Funktionionen "ReadyDrive" und "ReadyBoost" von Windows Vista an. AMD spricht dabei von einer höheren Geschwindigkeit als beim Konkurrenzprodukt von Intel.

Der integrierte Grafikchip soll neben Unterstützung für DirectX 10 auch einen Videodecoder mitbringen, um die CPU bei Multimedia-Berechnungen zu entlasten. An Monitor-Anschlüssen soll DVI, HDMI und Displayport zur Verfügung stehen. Für einen D-Sub-Ausgang wird man wohl auf eine zusätzliche Grafiklösung zurückgreifen müssen.

HyperTransport 3.0 soll eine verdreifachte Spitzenbandbreite bieten, der größere L2-Cache und der verbesserte Speichercontroller sowie höhere Taktraten der Prozessoren sollen etwa ein Fünftel mehr an Leistung bieten als derzeitige Turion-Systeme. Ingesamt kann man also davon ausgehen, dass der Puma kein Performance-Wunder darstellen wird, sondern das Hauptaugenmerk auf dem Energiesparen liegt. Wie man sich dabei gegen "Montevina" von Intel schlagen wird, bleibt abzuwarten. Das Veröffentlichungsdatum ist mit der ersten Hälfte von 2008 doch ein wenig spät. Laut AMD wird der Puma nur ein weiterer Schritt in Richtung "Fusion" sein, bei dem CPU und GPU dann ineinander integriert werden sollen. Laut Roadmap dürfte das aber frühestens 2009 so weit sein.

Diese Zeit wird der Puma überbrücken müssen. Beim Energiemanagement setzt man auf ein durchaus konkurrenzfähiges Konzept, denn mit dem Puma wird das gesamte System in Bezug auf den Energieverbrauch überwacht und reguliert. Ein ganzheitlicher Ansatz, der auf dem Gebiet der Notebooks zwar neu ist, aber wie der nächste logische Schritt klingt.


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